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Schimpfen wie die alten Römer

In der Benutzung von Schimpfwörtern waren die Römer alles andere als zurückhaltend und zimperlich. Kraftausdrücke und Verbalinjurien waren das Salz jedes Streits, der auf dem Markt, in der Kneipe oder auch im «trauten» Heim (vgl, etwa den Ehekrach zwischen Trimalchlo und Fortunata, Petr. 74) ausbrach. Ein fast unerschöpfliches Reservoir an Schimpfwörtern bieten die Komödien des Plautus; in ihnen wird auf manch einen eine nicht enden wollende Schimpkanonade abgeschossen. Schimpfwörter gehörten auch zum Arsenal der politischen Polemik. Römische Politiker gingen erheblich rüder miteinander um, als es heute vorstellbar ist: Viele Ausdrücke zielten bewusst unter die Gürtellinie. (nach: Karl-Wilhelm Weeber, Alltag im alten Rom, Zürich 1995, S. 300f.)

De familia Romana

Quomodo te habes

Quelle: Schola Latina via Linkedin.com

Am letzten Dienstag jedes Monats erscheinen bei Unklassisch Folgen zu wechselnden Themen aus dem Bereich Latein und seinem Fortwirken — Lateinkenntnisse sind natürlich keine Voraussetzung!
Aktuell erscheint ausserdem immer am 2. Dienstag des Monats eine «Deep Dive»-Folge: 2024 werden im Detail alle 12 Bücher der Aeneis von Vergil besprochen, jeden Monat eines!

Bisher erschienene Deep Dives zur Aeneis

1965 erfolgte eine konsultative Befragung zum Lateinobligatorium unter 5021 Schweizer Ärztinnen und Ärzten. Eine Mehrheit von ihnen sprach sich für die Beibehaltung des Lateinobligatoriums aus. Im vorliegenden Fernsehbeitrag vom 27.9.1965 liefert Prof. Dr. Schinz Gründe gegen die Beibehaltung des Obligatoriums, Prof. Dr. Löffler argumentiert für die Beibehaltung des Lateins für das Medizinstudium.

1968 erfolgte dann die Öffnung des Medizinstudiums auch für Absolventen naturwissenschaftlicher Gymnasien geöffnet. Es folgte eine doppelte, sich gegenseitig verstärkende Entwicklung: Die Mittelschulen boten ein breiteres Spektrum von Typen/Profilen an, während die Universitäten die Lateinanforderungen nach und nach zurückfuhren. Diese Entwicklung wurde verschiedentlich beleuchtet, u.a. 2012 von der NZZ.