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Murder in Rome (BBC 2005)

Ein Mord erschütterte im Jahr 80 v. Chr. das kleine verschlafene Landstädtchen Ameria. Sextus Roscius, ein angesehener und wohlhabender Bürger war erschlagen worden. Auf diese zwar bedauerliche, aber doch eher gewöhnliche Bluttat folgte bald darauf ein Aufsehen erregender Prozess in Rom. Dort nämlich wurde der Sohn des Toten, ebenfalls Sextus Roscius mit Namen, des Mordes angeklagt. Bald war offensichtlich, dass es sich um eine politisch äußerst gefährliche Angelegenheit handelte.

Verständlich, dass keiner der namhaften Anwälte die Verteidigung übernehmen wollte! So ergab sich für einen noch unbekannten jungen Redner und Juristen die Chance seines Lebens: Marcus Tullius Cicero. In dieser BBC-Dokumentation „Cicero – Schauprozess im alten Rom“ wird der Sensationsprozess im republikanischen Rom wieder lebendig. Ungeachtet möglicher Konsequenzen trat Cicero mutig für Sextus Roscius ein, denn er war sicher: der junge Mann ist unschuldig!

Rom, im Jahr 80 v. Chr. eine Menschenmenge drängt sich auf dem Forum, jeder Zuschauer versucht, einen guten Platz für die Verhandlung zu ergattern. Ein Mordprozess ist anberaumt, der ungewöhnlich spannend zu werden verspricht. In dem verschlafenen Landstädtchen Ameria unweit der Hauptstadt soll ein gewisser Sextus Roscius ein Verbrechen verübt haben – Vatermord.

Der Ausgang des Prozesses ist deswegen so ungewiss, weil auf irgendeine, noch nicht ganz geklärte Weise, hochgestellte Persönlichkeiten darin verwickelt zu sein scheinen. Hat nicht Chrysogonus, der finstere Günstling des allmächtigen Diktators Lucius Cornelius Sulla, massiv von der Bluttat profitiert? Gerade hat der Verteidiger das Wort ergriffen. Wer ist dieser Mann? Warum spricht hier keiner der bekannten Redner? Viele aus dem Publikum kennen ihn noch nicht, den sechsundzwanzigjährigen jungen Anwalt namens Marcus Tullius Cicero.

Credo ego vos, iudices, mirari, quid sit, quod, cum tot summi oratores hominesque nobilissimi sedeant, ego potissimum surrexerim, is, qui neque aetate neque ingenio neque auctoritate sim cum his, qui sedeant, comparandus.

Anwesend sind sie alle, die prominenten Redner und Rechtsgelehrten; niemand will sich die Verhandlung entgehen lassen, aber keiner wagt sich aus der Deckung. Nicht nur, dass Cicero die Anklage zerpflückt, er weist furchtlos die Verstrickung des Chrysogonus nach. Immer deutlicher wird es Richtern und Zuhörern klar: für diese Anklage gab es nicht den geringsten Beweis. Der ganze Prozess war von der Klägerseite überhaupt nicht vorbereitet worden. Eine Verurteilung des Angeklagten kommt dann nicht mehr in Frage. Schließlich greift Cicero Sullas Günstling Chrysogonus direkt an. Warum trachte er dem jungen Roscius durch diese Mordklage nach dem Leben, wenn er sich seines Eigentums doch ohnehin schon bemächtigt habe? Das Plädoyer überzeugte das Gericht vollständig. So durchschlagend war Ciceros Erfolg, dass nicht nur Sextus Roscius freigesprochen wurde, sondern dass er selbst mit einem Schlag der bekannteste Anwalt und Redner Roms wurde.
Text: www.bbcgermany.de

Pseudolateinisches

test

Vergil mit der Muse der Geschichte und der der Tragödie, Mosaik aus dem 3. Jahrhundert n. Chr.

Entdeckungsfreudige Philologen suchen immer wieder einmal nach versteckten Botschaften und Signaturen in antiken Texten. Unlängst ist Vergils «Aeneis» zum Schauplatz detektivischen Drangs geworden. Was ist davon zu halten?

Bruno W. Häuptli

Die vermeintliche Entdeckung einer codierten Signatur am Anfang von Vergils «Aeneis» sorgte in zahlreichen Medien für Aufsehen, nachdem der Philologe Cristiano Castelletti in der renommierten Fachzeitschrift «Museum Helveticum» (Jg. 69, 2012) eine Studie unter dem Titel «Following Aratus’ plow: Vergil’s signature in the Aeneid» veröffentlicht hatte. Dem Autor gemäss wäre seine Entdeckung wie ein – hypothetischer – Fund von Leonardos Signatur im Bild der Mona Lisa zu werten.

Weiterlesen auf: nzz.ch

China und Rom

Chinesische Roemer Chinas Kampf um Rom
Stammen die Bewohner des chinesischen Dorfes Liqian tatsächlich von Römern ab? Manche Forscher glauben daran. Andere wittern ein Geschäft

Es war einmal eine wissenschaftliche Theorie, der Flügel wuchsen. Sie flog von London nach China, an den Rand der Wüste Gobi. Und mit einem Mal war es, als wären in diesem gottverlassenen Winkel Außerirdische gelandet. Römische Außerirdische in Federhelmen, umstrahlt von der Glorie des Imperiums. Sie schlichen sich in die Lokalregierung, in Tempel und Universitäten. Chinesische Bauern fühlen sich plötzlich ganz als Römer. Und alles nur wegen Homer Hasenpflug Dubs.
Im Jahr 1955 hielt der bekannte amerikanische Sinologe Dubs an der China Society in London einen aufsehenerregenden Vortrag. Lange hatten Forscher gerätselt, warum die antiken Großreiche Rom und China erst so spät in Kontakt getreten waren. Chinesischen Chroniken zufolge fand sich erstmals im Jahr 166 nach Christus ein Gesandter beim chinesischen Kaiser ein. Dubs zufolge aber sind die ersten Römer bereits 200 Jahre früher nach China gelangt…

Weiterlesen auf: zeit.de oder hier (PDF)
Artikel aus: DIE ZEIT, 25.4.2013, Nr. 18, entdeckt via swisseduc.ch

2766 Jahre Rom

Jedes Jahr feiern die Menschen in Rom die Gründung ihrer Heimatstadt. Der Legende nach wurde die Stadt am 21. April 753 v. Chr. von Romulus gegründet.