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Catull, carmen 3

Alexander Veronensis, Lateinlehrer in Verona, unterhält einen sehr hörenswerten Lateinpodcast, die Sermones raedarii. Am Ende der gestern veröffentlichten Folge 43 vertont er Catulls Carmen drei als regelrechten Ohrwurm, modis musicis jazzicis!

[audio:https://www.latinisator.ch/wp-content/uploads/2017/09/Catull-3-sermonesraedarii_2017-09-19.mp3|titles=Alexander Veronensis cantat]

Lugete, o Veneres Cupidinesque,
et quantum est hominum venustiorum:
passer mortuus est meae puellae,
passer, deliciae meae puellae,
quem plus illa oculis suis amabat.
nam mellitus erat suamque norat
ipsam tam bene quam puella matrem,
nec sese a gremio illius movebat,
sed circumsiliens modo huc modo illuc
ad solam dominam usque pipiabat.
qui nunc it per iter tenebricosum
illuc, unde negant redire quemquam.
at vobis male sit, malae tenebrae
Orci, quae omnia bella devoratis:
tam bellum mihi passerem abstulistis
o factum male! o miselle passer!
tua nunc opera meae puellae
flendo turgiduli rubent ocelli.

Am Tisch mit Cicero und Karl Marx

Schöner Beitrag über wiedererstehendes, gesprochenes Latein und die «Sermones Salodurenses» — Die Solothurner Zeitung im Gespräch mit Beat Jung:

Artikel: Solothurner Zeitung, 17.9.2017 — PDF

Total frontal: der AcI

Der Tod des Sokrates

Fernsehfilm, Bayerischer Rundfunk, Erstausstrahlung: 26.11.1967

Drei platonische Werke sind hier miteinander verknüpft: die «Verteidigungsrede» (Apologie) des Sokrates, über die der junge Phaidon voller Zorn berichtet (Zorn darüber, dass der Angeklagte und Gefährdete sich weniger verteidigt als die Richter herausgefordert habe). Der Dialog «Kriton», worin der vergebliche Versuch geschildert ist, Sokrates zur bereits vorbereiteten Flucht aus dem Gefängnis zu bewegen. Schliesslich der Dialog «Phaidon», der von den Gesprächen über die Unsterblichkeit und das Gericht nach dem Tode berichtet sowie über das Sterben des Sokrates.
Quelle: josef-pieper-arbeitsstelle.de

Bild + Funk (Nr. 50/1967, S. 16) «Delikatesse für Geist und Ohr. Ein Fernsehspiel, das Ansprüche an den Geist des Zuschauers stellt, ist bei uns leider eine Seltenheit. Hier hatten wir einmal einen solchen Fall. Zum Verständnis des philosophischen Lehrstückes hat sicher positiv beigetragen, dass die sämtlich hervorragenden Darsteller sich in moderner Umgebung bewegten. Doch all die Pluspunkte konnten den Verdacht nicht beseitigen, dass man hier ein zwar glänzend gesprochenes Stück, aber doch eigentlich ein ausgesprochenes Hörspiel gesehen hat.»